Ultraschall
Die Abteilung für medizinischen Ultraschall des Vierten Krankenhauses der Medizinischen Universität Harbin wurde 2004 gegründet. Sie ist ein nationales klinisches Schlüsselfach der Nationalen Gesundheitskommission, ein medizinisches Bildgebungsforschungszentrum und Schlüsselfach der Provinz Heilongjiang, eine Ausbildungsbasis des Gesundheitsministeriums für Fachärzte, ein nationales Ultraschall-Ausbildungszentrum, eine nationale Basis für die standardisierte Weiterbildung von Assistenzärzten, eine chinesische Basis für Präzisionsgesundheits-Kommunikation, eine nationale Basis zur Verbreitung der kardiopulmonalen Reanimation in Hunderten Millionen Haushalten sowie eine Basis für wissenschaftliche Bildung in Heilongjiang. Sie verfügt über moderne Geräte mit Elastografie, 4D-Bildgebung, Kontrastmittelbildgebung und weiteren Funktionen. Angeboten werden international führende gastrointestinale Sonografie, transösophageale Sonografie, kontrastverstärkte Sonografie, systematisches fetales Screening und ultraschallgestützte Interventionen. Entwickelt wurden zahlreiche minimalinvasive, ultraschallgeführte Therapien; dafür erhielt die Abteilung über 20 erste und zweite Preise für neue medizinische Technologien in Heilongjiang, darunter die Dreifach-Wirkstoff-Einbettung bei Eileiterschwangerschaft und Narbenschwangerschaft, die Radiofrequenzablation von Uterusmyomen sowie Biopsie und Sklerotherapie kleinster Schilddrüsenknoten. Sie bearbeitet fast 20 Forschungsprojekte, darunter Projekte des Nationalen Fonds für Naturwissenschaften und wichtige Provinzprojekte. Die Ärzte leisten ganzjährig Gesundheitsaufklärung. Eine Plattform für Medizinaufklärung verbreitet Wissen und neue Technologien (in WeChat nach „Wissenschaftsaufklärungszweig der Medizinischen Gesellschaft Heilongjiang“ suchen und „Folgen“ anklicken).
Lehre: Die Abteilung übernimmt theoretischen und praktischen Unterricht für Bachelor-, Master- und standardisiert weitergebildete Studierende der Medizinischen Universität Harbin, Gastärzte, Fachhochschulstudenten und Abendstudierende der Bildgebung. Ultraschallärzte aus der Basis werden ganzjährig kostenlos aufgenommen. Sie fördert Talente durch Kurzvorträge, Fallbesprechungen, Bildbefundung und Literaturlektüre. Die ausgebildeten Absolventen sind vor Ort zu tragenden Kräften geworden. Seit Jahren wirkt sie an nationalen Lehrbüchern für Bachelor-, Master-, Weiterbildungs-, Pharmazie- und klinische Studiengänge mit, veranstaltet jährlich nationale und provinzielle Fortbildungsprogramme, bietet Schulungen zu Großgeräten, Familienplanung, neuen Ultraschalltechniken und der Intervention bei Geburtsfehlern an und entsendet Hilfs- und kostenlose Sprechstundenteams in Kreise und Gemeinden.
Anwendungen:
Neue Ultraschalltechnik 1—Kontrastverstärkte Sonografie Nach Injektion eines Ultraschall-Kontrastmittels über eine Kubitalvene ähnelt sie der Kontrast-CT, bietet aber Echtzeitdynamik, keine Strahlung und Wiederholbarkeit. Sie unterscheidet Tumoren von Nichttumoren sowie gutartige von bösartigen Läsionen und beurteilt den Erfolg interventioneller Behandlung. Indikationen: 1. Gutartige oder bösartige Läsionen parenchymatöser Organe unterscheiden; 2. Therapieerfolg beurteilen, z. B. nach Intervention bei Leberkrebs oder Uterusmyomen; 3. Die 4D-Kontrastdarstellung der Eileiter kann deren Durchgängigkeit nichtinvasiv prüfen.
Neue Technik 2—Gastrointestinale Sonografie Der gasgefüllte Gastrointestinaltrakt ist ein „Rohr“, das die konventionelle Sonografie schlecht darstellt. Nach Trinken eines „Magen-Darm-Darstellungsmittels“ wird der Magen gefüllt und die Darstellung klarer. Das Mittel enthält Hiobstränen, chinesische Yamswurzel, getrocknete Mandarinenschale und weitere chinesische Arzneien; es ist nahrhaft, wohlschmeckend und ohne toxische Nebenwirkungen. Es zeigt Magen, Magenwand und Nachbarorgane, erkennt frühen Magenkrebs und Ulzera, beurteilt Motilität, Pylorusreflux und vergrößerte Lymphknoten sowie Infiltration und Metastasen. Indikation: Gesundheitsuntersuchung in jedem Alter; bei Befund kann anschließend eine invasive Gastroskopie erfolgen.
Neue Technik 3—Ultraschall-Elastografie Die Härte jedes Organs, jeder Läsion und jedes Tumors unterscheidet sich; gutartige Tumoren sind meist weicher, bösartige härter. Elastografie nutzt den Härteunterschied zwischen Läsion und Normalgewebe: Nach Druck werden unterschiedliche Verformungen farbcodiert dargestellt, um Elastizität, Schweregrad und Gut-/Bösartigkeit abzuschätzen. Vorteil: präzise Lokalisation unter Ultraschallsicht ohne die Unsicherheit der Palpation. Indikationen: 1. Tumoren von Schilddrüse, Brust, Prostata, Leber und anderen Parenchymorganen unterscheiden; 2. Leberfibrose und Zirrhose beurteilen; die gleichzeitige Untersuchung spart Kosten.
Neue Technik 4—Systematisches fetales und fetales Herzscreening Das systematische Screening untersucht den Fötus von Kopf bis Fuß auf letale strukturelle Fehlbildungen und andere Veränderungen mit schwerer Auswirkung auf die Lebensqualität nach der Geburt. Das Herzscreening sucht gezielt nach schweren angeborenen Herzfehlern. 4D-Sonografie ist nicht gleichbedeutend mit systematischem Screening: 4D bezeichnet ein Gerät, Screening den Untersuchungsinhalt. Zeitpunkte: 1. Nackentransparenz NT, 11–13+6 Schwangerschaftswochen; 2. Systematisches und Herzscreening, 20–24 Wochen; 3. Ergänzungsscreening, 28–34 Wochen.
Neue Technik 5—Transösophageale Echokardiografie Eine Mini-Sonde wird in die Speiseröhre eingeführt und untersucht das Herz aus kurzer Entfernung von hinten. Störungen durch Rippen, Brustwand, Fett und Lungenluft werden vermieden; die Bilder sind klarer und hochwertiger, Sensitivität und Zuverlässigkeit höher. Indikationen: 1. Schwierige konventionelle Darstellung, etwa bei Adipositas, Emphysem, Thoraxdeformität oder kürzlicher Operation/Verletzung; 2. linker Vorhofohr, obere Hohlvene, Lungenvenen, absteigende Brustaorta; 3. Aortenläsionen, Funktionsstörung einer Prothese, intrakardialer Thrombus, Tumoren/Fremdkörper, Vorhofseptumläsionen, infektiöse Endokarditis, Vegetationen und Klappenperforation.
Neue Technik 6—Ultraschallgeführte Intervention Minimalinvasive Therapie ohne Strahlung, Schnitt oder Bohrung; die Feinnadelpunktion ist sicher, wenig traumatisch und schmerzarm. Für Patienten ohne Operationsbedarf, mit Operationskontraindikation, schlechtem Operationsergebnis oder Komplikationen ist sie eine wertvolle Option. Unter Echtzeitkontrolle sind Biopsie, Aspiration, Katheterisierung und Medikamenteninjektion möglich; manche Operation kann vermieden werden. Indikationen: 1. Thorax: diagnostische Pleurapunktion und Katheterdrainage, Biopsie von Brustwandtumoren; 2. Abdomen: Intervention bei Leberzyste/-abszess, Nierenzyste, Abszess und gekapselter Flüssigkeit; diagnostische Aszitespunktion und Drainage; Biopsien hepatischer, renaler und abdominaler Tumoren sowie diffuser Läsionen; 3. Gynäkologie/Geburtshilfe: Ovarial- und Schokoladenzysten, Hydrosalpinx, gekapselte Beckenflüssigkeit, Beckenabszess, unrupturierte Extrauteringravidität, Narben- und Ecken-Schwangerschaft; 4D-Salpingo-Kontrast; Biopsien von Ovarial-/Beckentumoren; Radiofrequenzablation von Uterusmyomen; 4. Sonstiges: Feinnadelbiopsie von Schilddrüsenknoten, Lymphknotenbiopsie, Intervention bei perianalem Abszess.
Neue Technik 7—Ultraschallgeführte 4D-Salpingo-Kontrastuntersuchung Sie zeigt in Echtzeit den gesamten Eintritt des Kontrastmittels in Gebärmutter und Eileiter. Das Mittel „beleuchtet“ die Eileiter; 4D betrachtet sie 360° und zeigt Verlauf, Durchgängigkeit und Verschluss. Dadurch ist eine umfassende Beurteilung und genauere Diagnose möglich. Eine sofortige Behandlung durch Druckinjektion kann die Durchgängigkeit wiederherstellen; lokale entzündungshemmende Medikamente behandeln die Entzündung und vermindern erneuten Verschluss oder schlechte Passage. Vorteile: 1. genau, strahlenfrei, kostengünstig und wiederholbar; 2. äußerst geringe Nebenwirkungsrate, kein Allergietest erforderlich; 3. sofortige Behandlung nach Diagnose; 4. ohne Giftigkeit oder Strahlung, Schwangerschaft im selben Monat möglich, kein dreimonatiges Warten.
Neue Technik 8—Ultraschallgeführte minimalinvasive Behandlung von Uterusmyomen Eine Radiofrequenznadel wird durch die natürliche Öffnung, die Vagina, in die Gebärmutter eingebracht und unter Echtzeitultraschall in das Myom geführt. Radiofrequenz erhitzt es lokal und verursacht Nekrose; der Körper kapselt das abgestorbene Gewebe ein und resorbiert es, ohne Struktur oder Funktion von Gebärmutter und Eierstöcken zu beeinträchtigen. Vorteile: 1. minimalinvasiv, ohne Schnitt; 2. präzise und sichtbar; 3. sicher, mit äußerst geringem Risiko für Normalgewebe; 4. 10 Minuten bis etwa eine halbe Stunde, meist ohne stationäre Aufnahme; 5. kostengünstig und bei Rezidiven oder multiplen Myomen wiederholbar. Indikationen: 1. submuköse Myome; 2. intramurale, einzelne oder multiple Myome, optimal 3–5 cm.
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