Jiahui berichtet über teilweise Hüftprothesenrevision bei älterer Patientin
Eine fast 80-jährige Patientin erhielt in Shanghai eine Teilrevision, nachdem eine 18 Jahre alte Metallprothese durch Abrieb Knochenabbau und Lockerung verursacht hatte.
Veröffentlicht von CareAtlas · Redaktionelle Richtlinien
Das Shanghai Jiahui International Hospital hat den Fall einer Hüftprothesenrevision bei einer fast 80-jährigen Einwohnerin Shanghais veröffentlicht. Die unter dem Pseudonym Wu Hua vorgestellte Patientin hatte nach einem Knochenbruch vor 18 Jahren eine Metallprothese erhalten. Mehr als zehn Jahre lang war ihr Alltag unbeeinträchtigt. Im Vorjahr entwickelten sich jedoch Schmerzen und Schwierigkeiten, das rechte Bein zu bewegen; zeitweise schmerzte schon das Stehen. Sie ließ sich in einer Spezialklinik in Tokio untersuchen, wo ihr keine Operation angeboten wurde, und kehrte anschließend nach Shanghai zurück, um eine weitere Einschätzung einzuholen.
Ursache erkennen und zwei Vorgehensweisen vorbereiten
Der Orthopäde Liu Wanjun erkannte das Problem anhand der Bildgebung. Die alte Metallprothese war verschlissen und hatte Metallpartikel freigesetzt. Diese führten zu einer Partikelreaktion, Knochenabbau im Bereich der Hüftpfanne und einer Lockerung des Implantats. Das Team kam zu dem Schluss, dass eine Revision erforderlich war.
Der Operateur bereitete zwei Pläne vor: Bei einer Teilrevision sollten nur die gelockerten und verschlissenen Komponenten ersetzt werden. Eine Komplettrevision blieb als Reserve vorgesehen, falls auch der Schaft im Oberschenkelknochen gelockert sein sollte. Wegen des hohen Alters war eine sorgfältige Prüfung besonders wichtig. Ein multidisziplinäres Team nahm eine ausführliche präoperative Beurteilung einschließlich Laboruntersuchungen und anästhesiologischer Einschätzung vor, um absolute Operationskontraindikationen auszuschließen. Danach entschied es sich für eine Teilrevision. Das Krankenhaus beschrieb diese in der konkreten Situation als weniger belastend und mit einer vergleichsweise schnelleren Erholung verbunden.
Alte Instrumente finden und die Hüftpfanne rekonstruieren
Eine wesentliche technische Herausforderung war die Entfernung der ursprünglichen Prothese. Der Hersteller hatte den Betrieb eingestellt; die passenden Entnahmeinstrumente waren kaum noch verfügbar. Das Jiahui-Team kontaktierte einen ehemaligen Mitarbeiter des Unternehmens und fand die damaligen Instrumente. Damit konnte es die alte Prothese unversehrt entfernen, eine neue Keramikprothese einsetzen und die Hüftpfanne rekonstruieren.
Die postoperative Bildgebung zeigte die rekonstruierte Hüftpfanne, eine gute Schraubenfixierung und wieder normale Werte unter anderem für Beinlänge und Abduktionswinkel. Der Bericht erläutert somit sowohl das Implantatversagen als auch die konkrete Vorbereitung der gewählten Revision. Der Eingriff war kein bloßer routinemäßiger Austausch einzelner Bauteile.
Verlauf nach einem Monat
Am zweiten Abend nach der Operation begann die Patientin unter physiotherapeutischer Anleitung zu gehen. Bei der Nachkontrolle einen Monat später konnte sie selbstständig gehen und in die Hocke gehen; die vorherigen Schmerzen waren verschwunden, wie das Krankenhaus am 21. Oktober 2026 berichtete.
Für Menschen, die eine schmerzhafte ältere Hüftprothese abklären lassen möchten, veranschaulicht der Fall die Bedeutung der Bildgebung, der Identifikation des vorhandenen Implantats, alternativer Operationspläne und einer fachübergreifenden Risikobewertung. Die geschilderte Erholung betrifft diese einzelne Patientin und belegt weder dieselbe Operationsindikation noch dasselbe Ergebnis bei anderen Patienten.