Südafrikanischer Patient reist zur Myelom-Abklärung und CAR-T-Behandlung nach Ruijin
Der berichtete Behandlungsweg umfasst Online-Gespräche, Spezialuntersuchungen in Shanghai und die Planung mit der internationalen Abteilung.
Veröffentlicht von CareAtlas · Redaktionelle Richtlinien
Ein Bericht der Stadtregierung Shanghai vom 4. Februar 2026 schildert den Weg von Oscar Chalupsky zum Ruijin-Krankenhaus. Der 62-jährige Südafrikaner mit Hochrisiko-Myelom kam zur fachärztlichen Abklärung und begann anschließend einen Behandlungsplan auf Grundlage einer CAR-T-Zelltherapie. Der Bericht beschreibt den Weg bis zum Behandlungsbeginn, nennt jedoch kein abschließendes Therapieansprechen.
Von Behandlungen im Ausland zum Online-Gespräch
Chalupsky war Kapitän der südafrikanischen olympischen Kajakmannschaft und zwölfmaliger Weltmeister. Die Diagnose lag sechs Jahre zurück. Er hatte in Südafrika, Portugal und Deutschland medizinische Hilfe gesucht, bevor er nach weiterer hämatologischer Expertise suchte. Laut Artikel fand er Ruijin durch Online-Recherchen, darunter mithilfe von KI-Werkzeugen.
„Ich bin nicht nur zum Ausprobieren in dieses Krankenhaus in Shanghai gekommen. Ich habe hohe Erwartungen an die chinesische Gesundheitsversorgung“, sagte Chalupsky im Bericht.
Im November 2025 tauschte er sich online mit Ruijins internationaler medizinischer Abteilung und dem Hämatologie-Team aus. Sie vereinbarten, ihn in Shanghai zur Untersuchung vor einer Behandlung aufzunehmen. Er kam im Dezember an. Zu diesem Zeitpunkt stand die weitere Abklärung fest; der konkrete Therapieplan sollte erst nach den Untersuchungen folgen.
Untersuchungen vor dem Therapieplan
Zum Untersuchungsprogramm gehörten eine Ganzkörper-PET-MRT, eine Knochenmarkbiopsie und Tests der T-Zell-Funktion. Anschließend erarbeitete das Team einen Plan mit CAR-T-Zelltherapie als Schwerpunkt und begann die Behandlung in Shanghai. Das im Bericht beschriebene Verfahren entnimmt dem Patienten T-Zellen, verändert sie zur gezielten Bekämpfung von Krebszellen und führt sie dem Körper wieder zu.
Eigene Stationen und spezialisierte Teams
Ruijins internationale Versorgung begann in den 1990er-Jahren für in Shanghai lebende Ausländer. Heute verfügt die Abteilung über eigenständige Stationen, eigene Teams und gesonderte Dienstleistungen mit knapp 100 Betten. Abteilungsleiter Gong Yanchun erklärte, die internationale Nachfrage umfasse zunehmend komplexe Erkrankungen statt vorwiegend Vorsorgeuntersuchungen und Bildgebung.
Für 2025 meldete das Krankenhaus rund 150.000 ambulante Besuche in der internationalen Abteilung, etwa 7 % mehr als 2024. Die ambulanten Besuche ausländischer Patienten stiegen um etwa 15 %; diese Teilgruppe unterscheidet sich vom gesamten Abteilungsvolumen.
Chalupsky empfahl Ruijin später zwei Patienten aus Neuseeland, die seine Reise in sozialen Medien verfolgt hatten.