West China Hospital beschreibt sieben Fernoperationen und örtliche Übernahme
Patienten in China, Polen und Brasilien wurden über das Robotersystem operiert; beschrieben werden Teamvoraussetzungen, Notfalldienst und Ersatzsteuerung.
Veröffentlicht von CareAtlas · Redaktionelle Richtlinien
West China Hospital der Sichuan-Universität berichtete über sieben robotische Fernoperationen am 20. März 2026 für Patienten in China, Polen und Brasilien. Das internationale Fernoperations-Kontrollzentrum eröffnete offiziell am Folgetag.
Patienten bleiben an einem anderen Ort
Von Chengdu aus steuerte Wu Hongs Team einen Roboter 2100 Kilometer entfernt im tibetischen Krankenhaus der Einrichtung in Lhasa. Der Patient hatte eine Leberläsion mit Verdacht auf Hydatidenerkrankung. Sie wurde in drei Stunden entfernt; dokumentiert waren 100 Milliliter Blutverlust und stabile Anästhesie.
Andere Eingriffe betrafen Urologiepatienten in Xiamen und außerhalb des Zentrums von Chengdu. Ärzte aus Polen und Brasilien nutzten die Systeme für allgemeine, urologische und Herzchirurgie bei Patienten in ihren Heimatländern. Die Brasilienverbindung lag über 19000 Kilometer von Chengdu entfernt.
Gemeinsame Teams und ständige Unterstützung
Seit 2025 führt das Krankenhaus regelmäßig Fernrobotik in Urologie, allgemeiner Chirurgie und Magenkrebsversorgung durch. Die mit dem Zentrum gestartete Allianz umfasste zehn Krankenhäuser in China und Polen.
Das Unterstützungsteam besteht aus Chirurgen, Anästhesisten, Pflegekräften sowie Netzwerk- und Geräteingenieuren. Ein Notfalldienst ist rund um die Uhr, sieben Tage wöchentlich vorgesehen.
Beide klinischen Teams müssen strukturierte Schulung und Prüfung absolvieren und die nötigen Robotikqualifikationen besitzen. Zusätzlich verlangt das Haus zehn gemeinsam vor Ort ausgeführte Operationen mit mehr als 20 Stunden Gesamtzeit und Notfallverfahren.
Örtliche Übernahme und Expertenhilfe
Die Systeme bieten hochauflösende 3D-Sicht, zehnfache Bildvergrößerung und Tremorfilterung. Die beiden beschriebenen Roboter besitzen eine Zwei-Chirurgen-Ersatzsteuerung. Bei Netzwerkverzögerungen kann das Team im Krankenhaus des Patienten sofort übernehmen.
Multidisziplinäre Fachleute können remote hinzukommen, gemeinsam Operationsfeld und Vitalzeichen sehen und in Echtzeit Behandlungshinweise geben oder die Steuerung unterstützen.