Russisches Kind geht nach Rückenmarkstimulation in Hangzhou mit Gehhilfe
SAHZU berichtet über Fernauswahl, Implantation und drei Monate Rehabilitation einer Zwölfjährigen mit inkompletter Rückenmarkverletzung.
Veröffentlicht von CareAtlas · Redaktionelle Richtlinien
Die zwölfjährige Russin Vera konnte drei Monate nach Implantation einer spinalen neuronalen Schnittstelle und Rehabilitation am Second Affiliated Hospital der Zhejiang University School of Medicine (SAHZU) mit einer Gehhilfe gehen. Der Bericht vom 4. September 2026 beschreibt die Auswahl für die Behandlung, den Eingriff und den damaligen Erholungsstand.
Fernbeurteilung vor der Reise
Ein Verkehrsunfall hatte eine schwere Rückenmarkverletzung und eine Lähmung der Beine verursacht. Nachdem Behandlungen in mehreren russischen Einrichtungen keine wesentliche Beinmotorik wiederhergestellt hatten, wandte sich die Familie an die Abteilung für globale Gesundheit von SAHZU.
Ein multidisziplinäres Team prüfte die Unterlagen aus der Ferne, bewertete Behandlungsrisiken und die Machbarkeit einer langen Reise. Vera kam Anfang April 2026 nach Hangzhou. Elektrische Stimulation auf kortikaler, zervikaler und thorakaler Ebene wurde zusammen mit Elektromyografie zur Prüfung der Nervenleitung eingesetzt. Die Untersuchung bestätigte eine inkomplette Verletzung mit erhaltenen Nervenbahnen.
Implantation mit Rehabilitation
Das Team platzierte Stimulationselektroden auf der Rückseite des Rückenmarks und implantierte einen synchronisierten Impulsgeber. Nach Darstellung des Krankenhauses verstärkt das System verbliebene Nervensignale, statt Bewegungsbefehle des Gehirns zu ersetzen. Rehabilitation war Bestandteil der Behandlung.
Da Vera noch wächst, wurden Lage und Befestigung der Elektroden auf künftiges Längenwachstum abgestimmt. Die Klinik beschrieb außerdem eine getrennte Steuerung der Bewegungen beider Beine sowie KI-Algorithmen zur Anpassung der Stimulationsparameter an ihr Gangbild.
Fortschritte und klinischer Rahmen
Nach einem Monat konnte Vera mit Hilfsmitteln stabil stehen. Das Gefühl an den Fußsohlen kehrte allmählich zurück, die Hüftbeweglichkeit verbesserte sich. Nach drei Monaten konnte sie sich mit einer Gehhilfe durch willkürliche Bewegungen vorwärtsbewegen. Gehen ohne Hilfsmittel und größere Selbstständigkeit im Alltag blieben weitere Ziele.
Laut Krankenhaus erhielten mehr als 20 Patienten diesen Eingriff und erreichten im Verlauf der Rehabilitation unterschiedliche Funktionsverbesserungen. Im April 2026 eröffnete SAHZU am Pan-Vascular and Metabolic Center des Bo’ao-Campus eine klinische Forschungsstation, die Operationen zur epiduralen elektrischen Stimulation mit postoperativer Rehabilitation verbindet.