Drittes Universitätsklinikum der Sun-Yat-sen-Universität · 2026-11-02 · Original lesen
Das Dritte Universitätsklinikum der Sun-Yat-sen-Universität in Guangzhou hat in einem am 2. November veröffentlichten Bericht seine mehrsprachige klinische Kommunikation und Online-Sprechstunden beschrieben. Der Bericht verbindet die sprachliche Unterstützung während der Behandlung mit der Nachsorge und schildert dazu die Versorgung eines Messegasts aus Australien während der Kanton-Messe.
Sprachhilfen im Behandlungszimmer und bei Fallbesprechungen
Ein beidseitiger transparenter KI-Bildschirm übersetzt Gespräche in beide Richtungen. Die Texte werden dem Behandlungsteam und den Patienten auf getrennten Seiten angezeigt; auch eine Sprachausgabe ist möglich. Das Gerät unterstützt mehr als 30 Fremdsprachen, darunter Englisch, Japanisch, Koreanisch, Russisch, Französisch, Spanisch und Arabisch, außerdem Uigurisch, Tibetisch und Kantonesisch.
Nach Angaben des Krankenhauses kommen diese Funktionen bei der Anamnese, der Verständigung während körperlicher Untersuchungen, der Erläuterung des Krankheitsbilds und der Vermittlung medizinischer Anweisungen zum Einsatz. Sie helfen, Symptome, frühere Medikamente, Untersuchungsergebnisse und Vorsichtsmaßnahmen weiterzugeben. Bei multidisziplinären Besprechungen erfassen Richtmikrofone die Beiträge; elektronische Namensschilder und automatische Sprecherkennzeichnungen unterscheiden die Stellungnahmen der Fachleute. Mehrsprachige Besprechungsprotokolle lassen sich anschließend per QR-Code für die weitere Behandlung und Nachsorge abrufen.
Online derzeit nur Chinesisch und Englisch
Über das Menü des offiziellen WeChat-Kontos oder das Mini-Programm des Internetkrankenhauses können Patienten den Bereich für internationale medizinische Dienstleistungen aufrufen. Dort stehen Beratungen per Text und Bild oder per Video zur Auswahl. Eine automatische Übersetzung zwischen Chinesisch und Englisch unterstützt das Gespräch über Beschwerden und ärztliche Empfehlungen.
Für die englischsprachige Online-Sprechstunde ist die Anlage einer Patientenakte mit einem Reisepass möglich. Das Krankenhaus beschreibt die Verbindung zur Behandlung vor Ort für Nachsorgegespräche, Hinweise zur Medikamentenanwendung und gesundheitliche Verlaufskontrollen. Online werden derzeit ausschließlich Chinesisch und Englisch übersetzt; der Sprachumfang unterscheidet sich damit von den Geräten in den Behandlungszimmern. Die Online-Anordnung von Untersuchungen und die Ausstellung von Rezepten sind noch nicht freigeschaltet.
Versorgung eines Gasts der Kanton-Messe
Der Bericht schildert einen Messegast aus Australien mit Schwellung und Schmerzen an einem Bein nach einem etwa zehnstündigen Flug und mehreren Tagen im Stehen beim Standaufbau und bei Geschäftsgesprächen. Weil sich die Beschwerden bei Aktivität verstärkten, erfolgte die Vorstellung im Internationalen Medizinischen Zentrum des Krankenhauses.
Nach einer zweisprachigen Anamnese und Untersuchung zog das Team eine mögliche reisebedingte venöse Thromboembolie, VTE, mit hohem Risiko in Betracht. An der multidisziplinären Beratung beteiligten sich die interventionelle Gefäßmedizin, die Notfallmedizin, die Ultraschallmedizin und das internationale Pflegeteam.
Der Plan umfasste eine gerinnungshemmende Behandlung, die Versorgung des betroffenen Beins, die Steuerung der Aktivität sowie die Vorbeugung von Thrombosen und längerfristigen Komplikationen. Berücksichtigt wurden auch die Abrechnung mit einer ausländischen Versicherung, Sprachbedürfnisse, Nachsorge und die Weiterbetreuung nach der Rückkehr ins Heimatland. Laut Krankenhaus gingen Schwellung und Schmerzen unter der Behandlung allmählich zurück; das Risiko einer Lungenembolie wurde unter Kontrolle gebracht.